Ich bin nun öfters mit drei Hunden unterwegs. Davon laufen zwei – meistens die „Jungs“ an einer Koppelleine aus dem Zughundesport. Die Jungs hängen eh´ meistens zusammen ab und die Koppelleine hat für beide Hunde Ruckdämpfer. Die zartere Hündin läuft an einer extra Leine. Insgesamt üben wir, dass die Hunde an der Koppelleine an einer Seite von mir laufen, der Hund an der Einzelleine an der anderen.
Da der „große Junge“ als Sennenhund ein ziemliches Kaliber hat und es an der Koppelleine manchmal etwas anstrengend wird, den zu halten wenn irgendetwas sein dringendes Interesse geweckt hat – und wenn es Mähroboter sind – habe ich geschaut, was ich so an Leine bekomme, die ich bei Bedarf einsetzen kann. Fündig geworden bin ich bei Floxik, denn deren Leine kann ich sowohl als Kurzführer als auch als Leine mit Ruckdämpfer einsetzen. Also waren wir dann mal mit der Floxik-Leine und der Koppelleine unterwegs, beide mit Kletterkarabinern in meinem Bauchgurt eingehakt. Motiviert wie ich war, sind wir in einen Wald gefahren und ich gönne euch einfach mal die folgende Story:

Wir waren heute das erste Mal zusammen im Wald. Sehr zur Freude von Jupp, denn der hat seine Nase gar nicht mehr vom Boden wegbekommen und irgendeine Fährte verfolgt. Die anderen beiden Hunde so: „Ah, ganz interessant… erst einmal ein bisschen gucken“. Und Pfoten sortieren über die ganzen Äste auf dem Weg hinweg, die beim Fällen und Abtransport angefallen sind.
Die Hasen sind aktuell etwas lebensmüde drauf. Oder kurzsichtig. Oder taub. Wahrscheinlich beides. Es ist Rammelzeit, also Paarungszeit der Hasen und irgendwie scheint das dieses Jahr mit der Verblödung der Rammler etwas extrem zu sein. Während ICH mir noch Gedanken um Wilddschweinbegegnungen gemacht habe, saß erst ein Hase auf dem Weg. Jupp SOFORT: „Geil, BEUTE!“. Quentin hat sich noch gut an der Leine abrufen lassen und Gina ist ohnehin etwas speziell, die hat das „lalala, ist das Leben nicht schön?“ alles nicht mitbekommen.

Okay, irgendwann hat der Hase sich verzogen, wir weiter… 🙄. Nicht einmal 100 m weiter: FÜNF HASEN rasen erst um einen Baum wie bekloppt, als sie uns sehen, um DANN zu beschließen, es wäre eine voll geniale Flucht, 10 Meter vor den Jungs über den Weg zu donnern. Hintereinander. Da war es dann auch mit Quentin vorbei und heilige Scheiße, halte mal 80 kg Hunde die auf Jagd aus sind… 🙄. Deshalb habe ich die Hunde am Bauchgurt eingehakt. Ich bin ein Treibanker und es wäre egal, ob die mir die Leinen aus den Händen reißen. Dadurch, dass meine Tasche auf dem Rücken recht groß ist, wird der Zug auch wirklich gut abgepuffert.
Dann dachte ich, mein Gebrüll wäre laut genug, damit alle Hasen in 500 Meter Umkreis sich von den Wegen verpissen. NEIN! 150 Meter weiter kommt so ein bekloppter Hase auf uns ZUGERANNT, stoppt kurz, flitzt ins Gebüsch, wo ihm eingefallen ist, er HAT GAR MICHT GENAU GESCHAUT, WAS DA GRADE ANKOMMT. Könnten ja seine neuen KUMPEL SEIN. ALSO WIEDER RAUS AUS DEM GEBÜSCH, GUCKEN, WAS DA KOMMT! Zum Glück hatte ich den großen Hund schon an der neuen Leine und den kurz gehalten.

Mei-ne Fres-se. Ich habe dann beschlossen, wir gehen zum Auto, für heute reicht es an Hasen
Rate, was kurz vor dem Auto auf dem Weg saß und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen wollte, der Hollerfee gehuldigt hat ODER WAS AUCH IMMER .
Auf den Bildern seht ihr die Hasen leider nicht so gut, weil die a) ein ein Fell in Tarnfarben haben und b) im Verhältnis auf den Fotos nur wenige Pixel groß sind. Auf dem Bild oben sitzt der Hase in Höhe des rechten Gebüsches auf dem Sandweg. Ebenso seht ihr die Leine von Floxik mit der Griffschlaufe hinter dem Karabiner. Die ist – genau wie die Handschlaufe, wirklich gut zu halten.


