Kong oder nicht Kong?

Viele Hundebesitzer kennen ihn, den „Kong“. Ganz ursprünglich mal ein dämpfendes Teil von einem VW hat es sich zu einem ziemlich bekannten und beliebten Hundespielzeug in diversen Variationen entwickeln. Hier seht ihr die zwei Kongs, die ich habe. Einen für kleine Hunde, einen für mittelgroße.

Zwei originale Kongs mit einem Stabilo-Kuli als Vergleich

Was mich immer nervt: Das säubern von innen. Das fand und finde ich total nervig und ich bin sicher, nicht nur ich habe dadurch schon mindestens einen Kong entsorgen müssen, weil es einfach irgendwann komplett geschimmelt hat.

Einzusetzen sind die Kongs aber tatsächlich super als Belohnung und Beschäftigungsmaterial, Füllung rein, einfrieren und der Hund hat länger was zu schlotzen. Das für mich beste Video über Kongs ist von Simpawtico . Auch wenn man nicht gut in Englisch ist, lohnt es sich, die 7,5 Minuten zu schauen. Die Kernaussagen: suche dir den Kong aus, von dem du denkst, dass er passt – und kaufe eine Nummer größer. Schaffe dir nicht nur einen an, sondern vier Stück, damit du im Rotationsprinzip immer einen gefüllten gefrorenen Kong zur Hand hast. Vergiss die fertigen Füllungen, die es in Futterläden gibt.

Gerade bei Hunden, die dauerhungrig sind und irgendwie alles Futter „wegatmen“ ist eine längere Beschäftigung mit Futter gut. Jupp ist ein Labbimix und hat jetzt sein Erwachsenengebiss. Das, was mit Welpengebiss noch halbweg gedauert hat, bis es weggeknabbert war, atomisiert sich jetzt binnen Sekunden. Unglaublich!

Kong Nachbau von Temu, Screenshot des Angebotes

Deshalb dachte ich bei der letzten Temu-Bestellung: „Ach, guck an, Kong-Nachbauten! Lass mal bestellen, dann hast du immer was zum einfrieren und den Hund beschäftigen!“. Ich meine, in der Anzeige sieht das Teil ja auch fast genauso wie ein originaler Kong aus. Also zwei Stück bestellt. Das Material ist deutlich dünner – es passt mehr Füllung rein. Eigentlich ganz praktisch. ABER… das dünnere Material wird leider dann auch gleich mitgefressen. Deshalb ist es mega uncool und rausgeworfenes Geld.

Abgefressener TEMU Kong-Nachbau von der Seite

Ich weiß, es gibt Hunde, die kriegen auch die Kongs kaputt – aber dafür brauchen die dann oft auch etwas länger. Übrigens gibt es für Hunde, die wirklich viel zerfressen, die schwarzen Kongs. Die sind härter. Trotzdem ist auch das ärgerlich, weil die das Mehrfache von so einem Temu-Teil kosten. Ich müsste für einen Kong in Jupps Größe fast 20 Euro ausgeben. Für das Temu-Teil „Essenstüte“ habe ich nur rund 4 Euro bezahlt. Lasst euch übrigens nicht von dem Bildchen mit dem Baum, bei dem Gummi (Kautschuk) abläuft, täuschen. Das TEMU ist aus vielem, aber eben nicht aus natürlichem Kautschuk.

Abgefressener Kong-Nachbau von TEMU von unten.

Das ist halt ein enormer preislicher Unterschied. Aber: billig bringt es hier definitiv nicht für einen Hund in Jupps Größe. Dann gibt es noch etwas, das bei TEMU danach voll nervig ist: ihr Bewertungssystem ist auf „bejubeln und toll finden“ ausgerichtet. Das bedeutet, nachdem ich mir aus meiner Bestellhistorie die „Essenstüte“ herausgesucht und sie schlecht bewertet habe, poppt sofort „anscheinend gab es ein Problem mit der Bestellung“ auf. Aber glaubt mal nicht, dass man da irgendwo angeben kann, dass sich etwas im Laufe der Benutzung als untauglich herausgestellt hat. Komplette Fehlanzeige. Es gibt Sachen bei TEMU, die toll sind, kein Ding. Aber es gibt eben auch Sachen, die leider echt Schrott sind.

Ich würde mich übrigens echt freuen, wenn ihr diesen Beitrag teilt und so möglichst viele Hundehalter:innen vor dem Fehlkauf bewahrt – und Hunde davor, das Zeug zu fressen. Denn die Magensäure von Hunden ist ungleich stärker als die von Menschen – und deshalb löst sich da garantiert auch irgendwelcher ungesunder Chemiekrempel raus und nur der Rest wird als rote Sprenkel im Hundekot ausgeworfen.

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