So ein Winterwelpe lässt einen ja auch bei sehr kalten Temperaturen überlegen, was nun richtig ist. Mantel ja, nein? Da Jupp auch bei kalten Temperaturen von selbst raus möchte und durch den Garten jachtert, ist die Frage für mich mittlerweile halbwegs klar: Tagsüber gibt es draußen keinen Mantel. Dann reicht seine dicke Unterwolle.

Sind wir bei Frost in der Dunkelheit unterwegs, ist es deutlich kälter. Joeys alter Hundemantel passt ihm schon fast, hat aber keinen Durchlass für den Geschirrhaken. Wir haben die Tour einmal mit dem Mantel gemacht und spätestens als er seinen Kumpel Sammy gesehen hat, war es eher so ein „Priscilla, Königin der Wüste“ oder eben auch „Graf Zahl“-Ding, weil der Mantel umgeschlagen ist. Aber das kann halt nicht jeder Welpe und grundsätzlich auch nicht jeder Hund. Die tiefergelegten Rattler werden zum Beispiel sehr dick eingepackt, weil sie ja nicht sonderlich höher als ein Schuh sind.

Also bleibt der dann auch weg. Was bleibt ist, dass wenn wir dann wieder reinkommen, er eine Schüssel warme Welpenmilch bekommt. Von dem Pulver ist noch so viel übrig, der wird noch ganz lange seine Schüssel Welpenmilch bekommen.
Was sich aber auch als gut erwiesen hat: Habt ihr eine Kühlbox? Egal ob mit oder ohne Stromkabelage: Die hält auch warm, wenn man z. B. Eine Flasche mit heißem Wasser hineinstellt. Und so kann sie z. B. Einen Hundebademantel kuschelig warm halten, bis man von seiner Tour irgendwo wieder am Auto ist. Sie kann auch Handtücher kuschelig warm halten, kleine Decken – und der Hund hätte sogar noch warmes Wasser nach der Tour. Kippt ihr euch Tee in die Flasche, habt ihr warmen Tee, packt ihr eine Wärmflasche rein, habt ihr etwas zum Füße anwärmen oder so.

Eine andere Möglichkeit, euch nach einer Tour unterwegs etwas Heißes zu gönnen; sind natürliclh Thermoskannen. Die gibt es sogar mit Temperaturanzeige auf dem Deckel. So eine habe ich mir dann vor zwei Jahren angeschafft; nachdem es dann doch etwas blöde war, für eine Gruppe Kaffeewasser auf einem Kocher heiß zu machen. Für längere Touren kann man sich auch eine kleine Thermoskanne einpacken, was wahrscheinlich etwas einfacher ist als so einen modernen Stanleybecher zu transportieren -aber wir sind derzeit bei etwa 3 km und die halte ich ohne Kaffee aus. Aber: Es werden ja gerne Emaillebecher propagiert. Weil die einfach haltbar sind. Das Problem ist aber, dass man sich an denen total die Schnüss verbrennt. Heißer Kaffee in Emaillebechern bedeutet leider oft, dass man sich gefühlt Verbrennungen 3. Grades an den Lippen einhandelt. Deshalb kommen die nicht so tollen normalen Tassen gerne mit auf Tour. Teelöffel rein, Handtuch drumherum und die passt in die kleine Kühlbox noch mit rein.
Ich weiß, viele Leute haben supermoderne Autos mit Standheizung und so – das habe ich eben nicht. Mein Auto ist über 23 Jahre alt und ich kann jeden Tag beten, dass es bitte noch länger durchhält. Abgesehen davon gibt es ja auch die Fraktion Radfahrer. Egal ob mit Fahrrad, Fahrrad & Anhänger oder Lastenrad. Auch da freut man sich über etwas Warmes nach der Tour und wenn es nicht aus einem Coffee to go-Einweg-Pappbecher oder so kommt, umso besser.


