Wieviel Bewegung braucht ein wachsender Hund?

Von der Schweizerischen Tierärztlichem Vereinigung für Verhaltensmedizin kursiert auf Social Media gerade ein Infoblatt mit der Überschrift „Wieviel Bewegung braucht der wachsender Hund?“. (klick mich, ich bin ein Link)

Klang interessant, also habe ich es mir durchgelesen. Genau wie im Buch „Move!“ das ich letztens angefangen habe, steht in dem Infoblatt, dass es keine wirkliche Begründung dafür gibt, warum Welpen auf ein bestimmtes Alter bezogen nur eingeschränkte Bewegung haben sollten. Es wird erst einmal erklärt, welche Forschungen es dazu tatsächlich gegeben hat und warum es wichtig ist, dass die Knochen von Hunden sich vernünftig ausbilden. Dazu braucht es auch Zug und Druck – also ganz normale Bewegung.

screenshot oberer Teil der Webseite der tierärztlichen Verreinigung für Verhaltensmedizin

Wachsende Hunde müssen viele Bewegungen auch erst lernen – und manchmal dafür auch „mutig sein“. Mit den Vorderpfoten bekomme ich Jupp problemlos auf das wackelige Luftkissen. Aber mit den Hinterpfoten ist das etwas komplett anderes. Da kann ich schon von „gut“ sprechen, wenn er eine Pfote auf das Wackelkissen setzt und mit den drei anderen auf festem Grund steht.

Auch als er über einen am Boden liegenden Baumstamm balancieren sollte – das war dann doch erst einmal ein bisschen unsicher für ihn. Als es gefroren hat und dann noch der Eisregen kam, ist er über Fahrspuren gerutscht, fand er auch nicht so wirklich super, aber letztlich war er an der Schleppleine und dachte, er kann so laufen, wie üblich. Diese Treppe auf dem Foto ist Jupp ohne viel Nachzudenken hochgelaufen. Das war einfach für ihn. Aber dann musste er auch wieder runter… und das war viel schwieriger für ihn. Aber auch das hat er nach viel Zögern geschafft. Wieder etwas dazu gelernt! Entstanden ist das Bild übrigens auf dem Lehrpfad in der Molberger Dose, den wir im Winter besucht haben.

Hund auf verschneiter und vereister Treppe

Wichtig ist für wachsende Hunde, dass sie nicht immer nur in ihrer Geschwindigkeit reguliert werden, sondern auch mal richtig rumfetzen können. Dazu benutzt Jupp sowohl den Garten als auch den Rückruf, der im Moment noch so eher aus „oh Mist, mein Rudel könnte abhauen!“ besteht (und natürlich gibt es einen Keks). Ich denke, irgendwann ist er volle Lotte Hundeteenie und zeigt mir seine Mittelkralle.

Aber so richtig gut fand ich eigentlich, dass es absolut kein Problem ist, wenn wir ein paar Kilometer unterwegs sind, „obwohl“ er noch so jung ist. In Versuchen wurden wachsende Hunde sogar für 20 km Strecken auf ein Laufband gepackt, also nicht, dass ich mit Jupp als Junghund diese Distanz anstrebe, aber ich schade ihm halt auch nicht, wenn wir mal 4 – 5 Kilometer durch die Landschaft laufen und er erst 4 Monate alt ist. Klar, manchmal braucht er dann ein paar Moti-Viren zwischendurch in Form von Keksen und Pause, aber das ist voll okay.

Auch Treppe laufen will von Hunden gelernt werden, siehe oben. Weil Jupp oft noch mit im Bett schläft, hat er eine Treppe bekommen, die ich mittlerweile sogar noch erweitert habe. Die ist aus bunten Quadro-Bauteilen. Das Zeug ist eigentlich total genial, aber die Platten müssen halt alle rutschfest beklebt werden. Jupp gefällt die Treppe und vor allem die Erweiterung, die so ein bisschen länger am Bett verläuft und ein Geländer hat, richtig gut.

Blick in einen Karton mit Quadro-Bausystem-Kram.

Falls jemand von euch noch Quadro herumliegen hat und es gegen Versandkosten (samt Abholung des Paketes) an mich loswerden möchte, kann er sich gerne melden. Ich würde gerne noch ein paar mehr Sachen für Hunde bauen.

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