Krach, Bumm, Peng… Willkommen im neuen Jahr!

Mal schauen, was das jeweils so bringt.
Für viele Tiere war Silvester echt Stress, für Jupp war es eigentlich sehr entspannt. Mitte Dezember waren wir zusammen mit Yoshi im Museumsdorf. Dort wurde beim Gasthof ein Zeltboden abgebaut, was ziemlich laut geknallt hat. Das hat Jupp Angst gemacht und er wollte sofort in den Buggy. Da durfte er auch rein. Aber dann bin ich eben nicht weitergegangen mit den Hunden, damit er aus der Situation hinauskommt, sondern dort geblieben. Yoshi hat das Krachen der aufeinander fallenden Zeltbodenplanken nichts ausgemacht und so konnte ich mich darauf konzentrieren, dass Jupp eine ganz wichtige Lektion für sein Leben lernt:

Es ist laut, es erschreckt, es macht Angst – ABER ES TUT MIR NICHT WEH!
ICH KANN DAS AUSHALTEN!

Er wäre so gerne abgehauen, hätte sich so gerne im Buggy vergraben – und ich bleibe einfach da. Noch schlimmer: ich fahre sogar noch ein Stückchen näher dran! Aber: ich habe mir die Zeit genommen, mich komplett auf Jupp zu konzentrieren, ihn zu beruhigen aber auch klar zu machen, dass er da jetzt durch muss. Es gab viele Kekse – die ersten hat er gar nicht gefressen, weil er das vor lauter Angst gar nicht konnte. Die habe ich in den Buggy geworfen, konnte er dann später suchen.

heller Labrador vor einem riesigen blauen Pflug vor dem Museumsdorf

Yoshi als absolut ruhigen Gegenpart und „großen Buddy“ dabei zu haben war auch absolut toll. Insgesamt schätze ich, haben wir in knapp 10 Minuten hinbekommen, dass Jupp von Panik und wegrennen wollen über „das ist voll gruselig“ zu „ich pfeiffe mir jetzt meine Kekse rein und schaue mir mal an, was da so kracht!“ gekommen ist.

Gleiches haben wir ein paar Tage später mit dem Müllwagen hier in unserer Straße üben können, das war eigentlich gar nicht geplant, hat sich einfach mal wieder super ergeben und aus „uh, ein Monster das Krach macht!!!“ ist ein „boah…. SPANNEND!!!“ geworden. Ich mag so etwas – und Jupp ist da als kleiner Hund genau wie ein kleines Kind, dass unbedingt ganz genau etwas beobachten muss und dann auch durch kaum etwas dazu zu bewegen ist, sich vom Fleck zu bewegen.

Hund im Buggy beobachtet aus einem Rohr in einen Graben fließendes Wasser

Jupp hat auch gelernt, dass man Verpackungsmaterial, das aus eingesperrter Luft besteht, platzen lassen kann. Das macht Krach. Tut aber nichts. Oder Luftballons. Die machen auch Krach. Tun aber nix.

Vor ein paar Tagen waren wir dann auf einer Runde ums halbe Dorf – und ein Jäger war auf einem benachbarten Feld und hat geschossen. Jupp ist stehen geblieben, hat mich angeschaut, was das war, ich habe „ist okay!“ gesagt, ihm einen Keks gegeben und wir sind weiter gelaufen. Es hat dann noch ein paar Mal geknallt – und jedes Mal hat Jupp mich angeschaut, darauf gewartet dass ich „ist okay“ sage und ihm einen Keks gebe.

Dann waren hier Waldarbeiten – und wir haben uns dem Krach nach und nach genähert. Ruhe, Geduld damit der Hund ausgiebig hören und riechen kann und Kekse, wenn er etwas gemeistert hat. Denn es ist ja durchaus eine Leistung für so einen jungen Hund, das zu meistern, keine Selbstverständlichkeit.

Böller hat er am 30. und 31. dann bei der Waldrunde aus der Ferne gehört. Es hat ihn einfach nicht groß interessiert. Kekse sind da vieeel interessanter! Ich habe übrigens so derbe viele Futterproben bekommen: das sind die Kekse. Dazu kommen halt ein paar Leckerlies. Aber generell besteht der größte Teil seiner Belohnungen aus regulärem Futter und damit auch – ähnlich wie bei Yoshi – aus einem Teil seiner Tagesportion. Da langsam ohnehin vom Puppy-Futter auf Junior-Futter gewechselt werden muss passt das auch ganz gut. Im Endeffekt hat Jupp dann den Silvesterabend recht friedlich neben mir verbracht und die Böllerei sogar verpennt.

Kopf von einem schwarzen Welpen der auf einer Decke liegt von vorne

Es ist einfach total krass, wie unterschiedlich Hunde sind. Bei Farino, unserem ersten Hund, wurde in der Hundeschule geübt, dass die Hunde halt Böller aushalten. Hunde und Besitzer auf der einen Seite, Bella mit Krachern auf der anderen Seite vom Platz. Damit Farino das noch etwas besser lernt, haben wir ein paar Knaller in Garten gezündet – und er dann „whooooaaaaah, da QUALMT WAS, HIN DA!!!!“, Silvester war für ihn Party, er wollte draußen mit dabei sein – und erst als eine Flasche mit einer kleinen Rakete umgekippt ist, die über drei Ecken gesaust ist um zwischen seinen Pfoten brizzelnd zu verrauchen hat er sich überlegt: „Okay, ich glaube, ich gehe jetzt doch mal lieber LANGSAM rein!“. Aber das Bild, wie der Qualm sich verzieht und er da einfach stehen geblieben ist und quasi aus dem Nebel wieder auftauchte… das wird unvergesslich bleiben. Was für ein enormes Glück wir damals hatten übrigens ebenso.

Joey war das komplette Gegenteil. Bei dem hat schon irgendein Knall in den ersten Jahren völlig ausgereicht, um komplett in Panik zu geraten. Oder ein Blitz… da war er just unangeleint – aber cooler Weise waren innerhalb von 20 Minuten über 10 Leute bei Eiseskälte in der Stadt unterwegs, den Hund suchen. Der hat dann, just als ich ihn aufgrund der Witterung eigentlich schon abgeschrieben hatte, alleine nach Hause gefunden.

Was diese Seite anbelangt: ich bin mit über 30 000 Zugriffen seit April 2025 ins neue Jahr gerutscht. Das ist, wo ich mir beim Start der Seite eigentlich so das Ziel gesetzt hatte „Na ja, bis November 10 000 Zugriffe wären schon echt toll!“ ein toller Erfolg. FÜR MICH – und genau DAS ist wichtig: das ICH mich darüber freuen kann. Wer sich mit mir freuen möchte, kann das gerne tun.


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