Das Leben mit dem Plüschbrikett,

Lebenswoche 9 – 10

Meine große Tochter hat in ihrer Küche eine Spielküche für ihre Kinder stehen, die voller Spielzeug ist. In meiner Küche steht ein großer runder Welpenstall, der auch voller Spielzeug ist. Und Küchenkram. Das Kunststoffhaferl von Globetrotter? Welpenstall. Die Bälle? Welpenstall. Kongs? Socken? Welpenstall… und wenn ich nicht aufpasse, wird auch meine Unterwäsche dort hin verschleppt. In die Höhle des Plüschbriketts unter dem großen Küchentisch.

Zum Bild: Es ist zwar toll, wenn Jupp seinen großen Buddy hat, aber manchmal muss er wirklich nicht zu sehr Vorbild sein!

Statt zwei Tripptrapp-Stühlen gibt es hier zwei Hundematten in der Küche und ein paar bunte Schälchen statt auslaufsichere Becher oder Müslischalen mit Raupe Nimmersatt. Frau Tochter hat zweibeinige Kinder, ich ein vierbeiniges. Die zweibeinigen Versionen habe ich ja schon hinter mir.

Die vierbeinige Version hat den alten IKEA-Küchenstuhl aus Holz angenagt. Vielleicht darf der nach über 30 Jahren dann auch mal angenagt werden, nach einem turbulenten Leben sieht der ja ohnehin schon aus. Bei meinem Mann an der Küchenzarge ist eine Reihe von Strichen und Klebefotos davon, wie Junior gewachsen ist. Weil der ja damals nach der Chemo mit 120 cm das Wachsen fast eingestellt hatte.

Hund probiert Kugeln am künstlichen Tannenbaum
Unser „Nein-Kolaus“

Gut, dachte ich mir, mache ich etwas ähnliches bei mir am Küchentisch, greifbar war erst einmal nur eine Rolle breites Malerkrepp zum Markieren. Die untere Kante markierte also seine Schulterhöhe mit knapp 9 Wochen. Gestern lehnte er fast an dem Pfosten mit der Klebemarkierung – und hatte den oberen Rand schon erreicht. 4 cm…

Weil so ein Hundekind in den ersten Wochen wirklich viel lernen muss, sind wir fast jeden Tag unterwegs. Nachdem wir ein paar Mal in Wäldern unterwegs waren und den Buggy dabei hatten (außer im FriedWald, weil wir da nicht mit dem Buggy auch nur ansatzweise in die Nähe unseres Baumes kommen), hat das Hundekind auch die Thülsfelder Talsperre gesehen und war ein bisschen am Strand. Aber das war für ihn zu viel Wasser.

An der Talsperre

Er läuft auch schon tatsächlich eine kleine Waldrunde alleine (wenn Yoshi dabei ist, läuft er weitere Strecken) mit mir, die auch immer ein Stück an der Hauptstraße entlang geht, damit er mehr Autos, Laster und Trecker mitbekommt. Fahrräder findet er total merkwürdig. Mittlerweile waren wir auch schon in Friesoythe. So viele neue Gerüche! So viele Autos! Da fand er es viel sicherer, in den Buggy zu gehen und vom Buggy aus alles anzugucken. Das ist völlig okay, denn zum Einen hat er gelernt, dass er im Buggy sicher ist, zum Anderen ermöglicht uns das Gefährt längere Strecken – und wenn Jupp darin während der Fahrt steht, dann übt es das Gleichgewicht des Hundes.

Hund beobachtet Nutria im Stadtpark

Faszinierend war eine Begegnung im Stadtpark von Friesoythe, als am Ufer eines Sees ein Nutria saß und der Hund und das Nutria sich beobachtet haben.

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